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gapland-Literaturpreis 2011

Bisher trifft kein Literaturpreis meinen Geschmack und befriedigt mein Gerechtigkeitsempfinden, jedenfalls nicht nachdem 1995 Franzobel den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Und auch der verdiente den Preis eher für seine Performance.
Nach der gestrigen Entscheidung brauche ich unbedingt einen Preis, der mir gefällt. Deshalb vergebe ich hiermit meinen eigenen Literaturpreis, und da sich Literatur und Sport nie so nahe kommen wie bei der Jagd nach Auszeichnungen, möchte ich ihn in den drei Qualitäten Gold, Silber und Bronze vergeben. Auf mein Treppchen kommen dieses Jahr:

1. Judith Schalansky - Der Hals der Giraffe
2. Peggy Mädler - Legende vom Glück des Menschen
3. Christoph Simon - Spaziergänger Zbinden

Die Jury bestand aus mir und urteilte nach höst subjektiven Kriterien, dem eigenen Geschmack. Es gab keine Long-Short-Pipapo-List und ich habe alle Bücher selbst gekauft. Bestechend waren nur die Texte selbst und andere eben nicht.
Der gapland-Literaturpreis ist so unbekannt und wird es wohl auch bleiben, daß er von Verlagen nicht als Marketinginstrument mißbraucht werden kann und die Autoren somit nicht von höheren Verkaufszahlen profitieren werden. Über die bloße Nennung ihres Namens hinaus möchte ich ihnen aber meine Anerkennung zeigen, und zwar durch die Vergabe von kleinen Preisgeldern in Höhe von 250, 150 und 100 Euro.
Ich kenne keinen der Preisträger persönlich und habe auch keinen Kontakt zu ihnen, auch nicht indirekt über ihre Verlage, so daß die Übergabe der Preise wohl etwas schwieriger wird. Über die Anfertigung von Urkunden, häßlichen Statuendingern und Lobesreden muß ich auch noch nachdenken oder es seinlassen.
Die Autoren können mir bei der Suche nach ihnen gerne unter die Arme greifen und sich direkt bei mir melden oder sie warten auf Post von mir.

gap, Berlin, 11.10.2011


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